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..::..Verschwende
Deine Zeit..::..
Gedanken zur Zeit
Die Tatsache, dass
Zeit messbar ist, also unterteilt werden kann in Tage, Stunden, Minuten, beweist
eigentlich – mathematisch, dass sie nicht unendlich ist, denn eine halbe
Unendlichkeit ist ja selbst wieder unendlich und so jeder ihrer Teile. Wäre
Zeit unendlich, so müsste es auch jede Sekunde sein. Ist sie aber endlich, so
ist sie im Grunde nur Schein in einer zeitlosen Wirklichkeit.
[aus: Michael Ende: Michael Endes Zettelkasten. Skizzen
& Notizen. Stuttgart/Wien 1994, S. 110]

Schnell rennt
sie dahin, sie rennt uns weg, wir haben keine, sie ist Geld, sie heilt alle
Wunden...
Die Zeit.
In Michael Ende's Märchen "Momo", spielt die Zeit ein
übergeordnete Rolle, die grauen Männer stehlen den Menschen ihre Zeit um
existieren zu können, dadurch wird die Welt grau.
Menschen haben keine Zeit mehr, für kleine Plaudereien, fürs Zuhören oder
für ihre Freunde. Die Welt wird kalt und Momo bleibt nicht viel Zeit, den
Menschen die gestohlene Zeit zurückzubringen. Mit Hilfe der Schildkröte Kassiopeia
und Hora, dem Hüter der Zeit gelingt es ihr Schlussendlich den Menschen ihre
Zeit zurückzugeben und so entsteht Michael Ende's berühmtes Werk: "Momo-
oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben
und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte"
Auch heute
verliert die Moral der Geschichte ihre Gültigkeit nicht, im Gegenteil- sie wird
immer wichtiger, je schnelllebiger die Zeiten werden. Wer kennt das nicht:
Menschen hasten durch das Leben und sehen in ihrer Eile nicht die, die sie am
Wegesrand zurücklassen. Wo ist die Zeit nur geblieben? Der Tag hat doch seit
jeher 24 Stunden, nur scheinen diese plötzlich zu schrumpfen.
Eigentlich
gibt es Zeit gar nicht, man kann sie nicht sehen, nicht hören, nicht schmecken
oder riechen. Und doch nimmt sie einen wichtigen Stellenwert in unserem Leben
ein.
Der
Brockhaus dazu: ,,Die Uhr nimmt gegenüber den anderen Meßinstrumenten
insofern eine Sonderstellung ein, als der zu messende Gegenstand [nämlich die
Zeit] gar nicht vorhanden ist. Die Zeit ist unendlich und weder sichtbar noch hörbar.''
Was aber macht die
Zeit so kostbar, das wir unseren Tag in Stunden, Minuten und Sekunden einteilen?
Das wir uns ohne Uhr nackt fühlen, weil wir keine Kontrolle mehr über die
bereits verbrauchte Zeit haben? So minutiös manche ihre Tage planen, Stunden
und Minuten zählen, Termine einhalten müssen und fast hysterisch werden, weil
ein Sonntagsfahrer mit Zigarre und Hut ganz gemütlich an der bereits grünen
Ampel steht und trödelt.
Aber was ist Zeit?
Zeit ist ein messbares Fortschreiten der Veränderungen des Lebens, Zeit
existiert eigentlich nur auf unseren Uhren, an denen wir den verlauf der Dinge
messen können. Wir messen Tage an Kalendern und Stunden an Uhren. Wenn man
jemanden nach langer Zeit wieder sieht, bemerkt man schnell, das dieser sich
verändert hat. Diese Veränderung messen wir in Zeit, also in Jahren.
"Mensch, du hast dich in all den Jahren aber verändert!" Zeit selber
ist weder fassbar, noch definierbar.
In Deutschland wurden erst am 1.4.1893 die Ortszeiten
abgeschafft und durch Zonen-Zeiten (MEZ) ersetzt. Von 1956 - 1967 war die
Sekunde [sec] durch eine Generalversammlung für Maße und Gewichte astronomisch
definiert als der 31.556.925,9747-te Teil des tropischen Sonnenjahres 1900 am
0.Januar 12h Ephemeriden-Zeit (d.h. 31.12.1899, 12h und
4,5 sec, Weltzeit). Seit 1972 werden alle Zonen-Zeiten aus der UTC (universal
time coordinate) mit der Atom-Uhr definiert. Damit die Astronomie so verfahren
kann wie bisher, gibt es Schaltsekunden.
[aus: Die Geschichte der
Zeit]
Was ist also Zeit?

Unter Zeit versteht man das Phänomen
der Veränderung, das als Übergang von der Vergangenheit über die Gegenwart in
die Zukunft wahrgenommen wird. Die Vergangenheit ist dabei der Bereich der
Tatsachen, die Zukunft der Bereich der Möglichkeiten. Das Vergehen der Zeit
macht aus Möglichkeiten Tatsachen, aus Zukunft Vergangenheit. Die Frage nach
dem Wesen der Zeit gehört zu den ältesten Fragen der Philosophie. [Wikipedia]
Zeit, im allgemeinen Sinn der Begriff für eine Abfolge oder eine Periode, in der eine Handlung oder ein Ereignis stattfindet. Der Begriff Zeit hat sowohl für die geistige als auch physikalische Welt eine fundamentale Bedeutung. So versteht man in der Philosophie unter dem Begriff Zeit die innerlich bewusst wahrgenommene Veränderung des Werdenden.
Im physikalischen Sinn steht der Begriff Zeit beispielsweise als Maß für die Reihenfolge von Handlungen oder Ereignissen, oder auch als Maß für die Bewegung von Materie. Damit ist die Zeit – wie auch die Länge oder die Masse – eine der grundlegendsten physikalischen Größen.
[Brockhaus]
Irgendwann wurde einmal die
Maßeinheit für Zeit definiert, eine Sekunde ist soundso lang, eine Minute hat
60 Sekunden und 60 Minuten sind eine Stunde. Das weiß jeder. Was aber, wenn
eine Sekunde länger oder kürzer wäre? Wäre dann unser Leben ein anderes? Das
Thema Zeit ist in der Philosophie seit beginn der Zeitmessung ein beliebtes
Thema, als sie sich mit einem Phänomen beschäftigt, welches nicht erklärt
werden kann.
Zeit kann auch nicht stillstehen, selbst wenn sich etwas nicht
verändert, so war die Zeit trotzdem da, auch wenn wir vielleicht den Eindruck
haben, hier scheint sie Zeit stillzustehen...
Wir brauchen Uhren und Kalender. Wir brauchen Zeit.
Erstaunlicherweise gibt es in der Hopi-Sprache nicht einen Begriff für
Zeit!
Eine Untersuchung der Sprache der
Hopi hat Benjamin
Lee Whorf zu der umstrittenen Behauptung veranlasst, die Hopi-Sprache
besitze kein Konzept für den Begriff der Zeit. Dies führte zur so genannten Sapir-Whorf-Hypothese
oder linguistischen
Relativitätsprinzip, nach der das Denken von den gesprochenen Sprachen abhängt.
Wie kann es aber sein, das ein
Volk gänzlich ohne Zeit auskommt? Wir kennen alle diese Ausdrücke aus alten Indianer
Filmen- "Wir treffen uns an der großen Eiche, wenn
die Sonne den Mond küsst."
Auch so kann man einen Termin vereinbaren, aber auch er beruht auf einer
zeitlichen Gegebenheit. Nämlich dem Verlauf der Planeten. Und dieser währe
ohne Zeit nicht möglich. Denn ohne Zeit käme es zu Stillstand. Wir brauchen
also die Veränderung aller Dinge, wir messen deren Verlauf an Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft, was mich zu einer neuen Frage inspiriert...
Was ist Gegenwart?
Ist Gegenwart wirklich real? Ist
sie nicht schon vorbei, wenn wir sie wahrnehmen? Wie lange ist denn Gegenwart?
Eine Sekunde, einen Lidschlag, einen Augenblick, eine Stunde, ein Tag?
Wir können Vergangenheit als das bereits vergangene wahrnehmen, während ich
diesen Satz schreibe ist er doch schon Vergangenheit - Zukunft können wir
definieren, als das vorausgehende, noch kommende, es liegt immer vor uns.
Zeit liegt also immer eng umschlungen mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Die Zukunft ist unendlich, also Ewig.
Was ist Ewigkeit?
In der Philosophie gemeinhin Begriff für die unendliche Dauer (siehe Unendlichkeit). Die Ewigkeit gilt
laut Platon als die wahrhafte Form des
Seins, d.h. als Seinsweise der Ideen, die frei von allem Werden sind. Das bewegliche Abbild der Ewigkeit ist die Zeit.
Womit wir wieder bei der Zeit
wären. Und bei der Erfahrung, das Zeit ein zwar messbarer, nicht aber
erklärbarer Zustand der Veränderung aller Dinge ist. Zeit ist ein Begriff, um
Veränderungen erklärbar zu machen.
Macht die Zeit uns alt?
Sorgt die Zeit für Falten oder eher der Verfall des Körpers?
Zeit ist also ein Überbegriff für veränderbares.
Wenn ein Brief nach Jahren vergilbt ist, sagen wir- die Zeit hat ihn vergilbt
werden lassen, doch ist Zeit ja kein fassbares "Ding", die
Veränderungen des Papiers sind also auf Verfall des Materials durch
Sonneneinwirkung, Staub, Licht, Feuchtigkeit etc. zurückzuführen. Wir nutzen
den Überbegriff Zeit also für sämtliche physikalische Phänomene.
Wie komme ich also zu dem Thema
dieser Seite: Verschwende Deine Zeit?
Zeit ist ein faszinierendes Phänomen, wir teilen sie uns ein, sie ist enorm
wichtig in unserer heutigen Zeit. Oftmals wird der Tagesablauf, ja sogar das
Leben von ihr bestimmt. Wir lassen unser Leben also von etwas bestimmen, was
physikalisch, logisch, biologisch, medizinisch und mathematisch nicht erklärbar
ist?
Von etwas, was man weder hören, noch fühlen, weder riechen, noch schmecken
kann.
Wir lassen uns bestimmen von etwas, was gar nicht da ist.
Sollen doch alle ihrer Zeit
hinterher rennen, aus Angst ihre eigene Zukunft zu verpassen, Zeitlebens Tage
und Wochen damit zubringen über die wenige Zeit zu jammern, die man hat, statt
sich über das zu freuen, was man zur Verfügung hat- nämlich ein Leben!
Und ein Leben, das kann man nicht vorhersehen, oder messen, wir messen unser
Leben nur in Vergangenheit. Ich kann nur sagen: Ich bin xx Jahre alt, nicht
aber: Ich werde 100 Jahre alt, denn das weiß ich nicht. Und soll ich also meine
kostbare Zeit damit zubringen, diese minutiös einzuteilen, abzuteilen und
Stückweise zu verbrauchen?
Soll ich wirklich Zeit sparen? Wofür? Wenn ich nicht mit Gewissheit sagen kann,
das ich die nächste Stunde erlebe, warum soll ich also sparen? Lebe lieber!
Nutze deine Stunde, nutze den Tag. Verschwende deine Zeit- denn das beste an der
Zeit ist, wir haben sie, wir müssen sie nicht erst verdienen, sie ist einfach
da, immer. Und sie kostet nichts. Niemand muss in ein Geschäft gehen und 1
Stunde Zeit in der Familienpackung kaufen.
Wir können wirklich verschwenderisch damit umgehen, und wenn wir es nur immer
ein bisschen tun, vielleicht 2 Stunden am Tag, dann sollten wir sie richtig
verschwenden, mit vollen Händen zum Fenster rausschmeißen oder auch
totschlagen und wenn dann einer fragt: "Was tust du
da sinnloses?" Dann antworte: "Ich
verschwenden meine Zeit- sie gehört schließlich mir, und ich kann damit tun
und lassen, was ich will!"
Und auch wenn wir nie herausfinden
können, was genau jetzt Zeit ist, so wissen wir doch, das sie da ist, in
unendlichen Mengen. Und auch wofür sie da ist, nämlich nicht nur, um den Bus
zu erwischen oder pünktlich an der Arbeit zu sein, sondern auch für eine
scheinbar sinnlose Plauderei mit dem Nachbarn, zum Füße hochlegen, zum
Zuhören, zum trödeln und verschwenden. Zum leben.
..::..Carpe Diem..::..
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